Heute| Kunst und Politik: Ist theatrales Glück im Feld des Authentischen möglich? Oder sind Hacker die Künstler unserer Zeit?

Gesellschaftskritisches Denken scheint veraltet. Stattdessen beherrscht ein Mainstream, der vom Kapital gesteuert wird, das Meinungsbild der Gesellschaft, weil die alternativlose globale Ordnung den Neoliberalismus verwirklicht, Soziales verschwinden lässt und schließlich die Kunst von ihrer Funktion der Gesellschaftskritik abzulösen versucht. Deswegen suchen Performer ihr theatrales Glück im Bereich des Authentischen und versuchen dadurch der Realität so nah wie möglich zu kommen. Das Symposium „Authentizität und Differenz“, welches am 7. und 8. November im FFT Düsseldorf in…

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Nackte Körper als Revolutionsflächen

Erlebte der Rezipient in der Deutschlandpremiere der Inszenierung „designed desires“ von Claudia Bosse/ theatercombiat am 26. September 2013 im Düsseldorfer „Venus & Apoll“. Diese Veranstaltung vom FFT Düsseldorf ist der zweite Teil der Produktionsreihe „Public Bodies“, welche im Juni mit Keren Levis „The Dry Piece“ begonnen hatte. Vieles ist anders. Keinen eigentümlichen Zuschauerraum, sondern die Location eines ehemaligen Kosmetikstudio macht sich die Inszenierung „designed desires“ von Claudia Bosse/ theatercombiat zu eigen. Das Ende des Raumes…

"Nackte Körper als Revolutionsflächen"

„I don’t eat animals, I won’t nothing dead in me“

– das singen der Regiesseur, Martin Kloepfer und der Musiker, Kornelius Heidebrecht von der deutsch-russischen Gruppe Subbotnik während ihrer ersten Produktion „Die Sehnsucht des Menschen ein Tier zu werden“ in den Kammerspielen des FFT Düsseldorf. Alles voller Pappeln. Leicht düster. Ein Stück weiße Leinwand. Und vor dieser Leinwand ein verzweifelter Mann (Oleg Zhukov). Der Protagonist des Stücks „Die Sehnsucht des Menschen ein Tier zu werden“ erinnert an einem traurigen Büromenschen, welcher tagtäglich mit Anzug, Krawatte…

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